Die Monatszeitung "Standpunkt", Parteiorgan der Eidgenössischen Demokratischen Union EDU, veröffentlicht einen Text von Dorothea Scarborough, Vorsitzende der südafrikanischen und konservativ-evangelikalen Vereinigung United Christian Action. Sie schreibt: "Apartheid ist das afrikaanse Wort für getrennte Entwicklung. Sie war notwendig, weil in Südafrika eine christlich-europäische Hochkultur und eine heidnisch-afrikanische Steinzeitkultur aufeinander trafen. Sie war auch erfolgreich, indem sie den Schwarzen erlaubte, in relativ kurzer Zeit in die christliche Zivilisation einzusteigen." Die "(marxistischen) Befreiungskämpfe" hätten dann den Begriff Apartheid "zum Schimpfwort gemacht und mit Unterdrückung und Rassenhass" gleichgesetzt. Auf Nachfrage von Medienschaffenden distanziert sich selbst Hans Moser, Präsident der EDU Schweiz, von diesen rassistischen Aussagen. Dass der Text im Parteiorgan erschienen sei, habe mit der Meinungsfreiheit innerhalb der EDU zu tun. Im Klartext: In der EDU gehört Rassismus zu den akzeptierten Grundhaltungen.