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Bern11. Oktober 2013

Die "Berner Zeitung" berichtet über eine siebenköpfige Familie, die Anfang Juni 2013 in eine Altbauwohnung einziehen kann. Kurze Zeit später entschliesst sich die Mutter, die bereits vor zwölf Jahren zum Islam konvertiert war, in Zukunft auch ein Kopftuch zu tragen. Wenige Tage später erhält die Familie von der Verwaltung einen Brief, worin der Familie empfohlen wird, eine neue Wohnung zu suchen. Der Wohnungsvermieter erklärt: "Ich bekomme Telefonanrufe der Nachbarn, warum ich eine solche Familie für die Wohnung genommen habe." Bei der Besichtigung habe die Frau kein Kopftuch getragen, "jetzt schon, ich fühle mich hintergangen". Auch habe er bereits Absagen von Mietinteressenten bekommen, wegen der Mieterin und ihrem Kopftuch. Im Newsnet-Kommentarbereich äussern sich viele Schreiberinnen und Schreiber muslimfeindlich. Eine "Erika Holdener" schreibt: "Ich hoffe, dass ich niemals in meiner unmittelbaren Nachbarschaft kopftuchtragende Muslime ertragen muss. Jede Siedlung verliert mit denen an Attraktivität." Nach Widerrede anderer Kommentatoren behauptet sie: "Tatsache ist nun einmal, dass die meisten Schweizer sich solch ein Umfeld nicht nur nicht wünschen, sondern sich verbieten." Ein "Raphael Huwiler" schreibt: "Religiös motivierter islamischer Terror tötet jeden Tag Hunderte, wenn nicht Tausende. Deshalb ist es nicht mehr als Pflicht, sich den Tendenzen der Islamisierung Europas entgegenzustellen. Je mehr muslimische Kopftuchträger, desto weniger eigene Identität. Zum Glück wachen immer mehr Westeuropäer auf." Immerhin gibt es auch viele Einträge, die den Islamophoben widersprechen.