Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates empfiehlt mit 13:12 Stimmen die SVP-Einbürgerungsinitiative zur Annahme. Die Initiative, lanciert als Reaktion auf den Bundesgerichtsentscheid, der willkürliche Einbürgerungsverweigerungen untersagte, will kommunale Einbürgerungsentscheide für endgültig erklären. Neben der SVP stimmen auch Vertreter der übrigen bürgerlichen Parteien für die Annahme.
Im "Bund" schreibt Patrick Feuz: "Die FDP-Nationalräte Filippo Leutenegger, Philipp Müller und Eduard Engelberger haben jetzt aber in einer Kommission einer SVP-Initiative zum Durchbruch verholfen, die den Rechtsstaat aushebeln will: Bei der Einbürgerung soll wieder Willkür herrschen. Denn es soll wieder möglich sein, ohne Begründung den roten Pass zu verweigern, obwohl die Einbürgerungswilligen objektiv alle strengen schweizerischen Erfordernisse erfüllen. Man kann in einem Rechtsstaat für eine scharfe Asylpolitik sein oder dafür sorgen wollen, dass nicht mehr Ausländer ins Land kommen. Aber man kann nicht ein Einbürgerungsverfahren unterstützen, dass laut Bundesgericht blanke Diskriminierung bedeutet."
Dem ist nichts beizufügen, ausser dass auch noch der FDP-Nationalrat Serge Beck und die beiden CVP-Vertreter Ruedi Lustenberger und Gerhard Pfister die SVP-Initiative in der Kommission unterstützten.