Der Nationalrat lehnt eine SVP-Motion gegen die Abschaffung der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus grossmehrheitlich ab. Der SVP-Fraktionssprecher Walter Wobmann wirft der Kommission vor, sie habe "zu einer selbsternannten Zensurbehörde gegen verschiedenste Parteien, Gemeine- und Kantonsbehörden entwickelt und sich in verwerflicher Weise in Wahl- und Abstimmungskämpfe eingemischt. Ja, sie mischt sich sogar in Gesetzesrevisionen ein, wie zum Beispiel beim Asylgesetz. Selbst Discos, Bars und Nachtsclubs will sie vorschreiben, wen diese als Gäste reinlassen müssen." Auch Christoph Mörgeli (SVP) und Oskar Freysinger (SVP) lästern polemisch über die Kommission, ihren Präsidenten Georg Kreis und die Rassismus-Strafnorm, Freysinger bezeichnet die Kommission gar als "Gedankenpolizei". Der Bundesrat lehnt die Motion ab, der Nationalrat folgt ihm mit grosser Mehrheit.