Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität KOBIK berichtet von einem neuen Höchststand an Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung. Gerade einmal 85 Hinweise verwiesen auf rassistische Botschaften, in acht Fällen erstattet die Stelle Strafanzeige in einem Kanton.
Von einem Rekord an Meldungen berichtet die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK), über 10'000 Fälle und damit eine Steigerung von knapp elf Prozent. Die meisten Hinweise gingen wegen mutmasslich strafbaren Handlungen gegen das Vermögen (insgesamt rund zwei Drittel aller Meldungen) ein. Erneut abgenommen haben Verdachtsmeldungen wegen Delikten gegen die sexuelle Integrität. Auf niedrigem Niveau verblieb der Anteil der Meldungen wegen Rassismus. Gerade einmal 85 Hinweise (0.83 Prozent), erreichten Kobik, konzentriert auf die Sommermonate und die heisse Phase der Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina. Meldende gaben meist Tipps auf mutmassliche Widerhandlungen gegen die Rassismus-Strafnorm, selten zusätzlich noch auf öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit. Gerade einmal in acht Fällen erstattete Koordinationsstelle eine Strafanzeige in den Kantonen. Tatsache bleibt damit, dass viele mutmassliche Widerhandlungen gegen die Rassismus-Strafnorm, veröffentlicht auf Blogs oder in Social Medias, zu keinen Reaktionen führen.