Im vergangenen Herbst ist er in Basel überraschend in den Grossen Rat gewählt worden, Eric Weber, Anführer der "Volksaktion gegen zu viele Ausländer und Asylanten in unserer Heimat" (VA)". Seither ist es in Basel ruhig um den umtriebigen Rechtsextremisten, ausser dass er zu Jahresbeginn verlauteten liess, er wolle sein Mandat im Februar niederlegen und nach Abu Dhabi übersiedeln. Nur: Daraus ist nichts geworden. Dafür spuckt Weber nun in ausländischen Medien wieder grosse Töne. In einem Interview mit dem rechtsextremismusnahen Zweiwochenblatt "Der Schlesier" behauptet der VA-Gründer: "Wir haben bei Sicherheit und beim Ausländerthema als Partei eine Monopolstellung." Auch spricht er im nationalsozialistischen Jargon von "Umvolkung" in seinem Wahlkreis Kleinbasel: "Es kann nicht sein, dass in manchen Klassen nur noch ein Schweizer Kind sitzt. Oder schon gar keines mehr." Für sich aber sieht Weber eine grosse Zukunft, er hofft bei den Wahlen 2019 in den Nationalrat gewählt zu werden. In der Zwischenzeit pflegt Weber schon einmal internationale Kontakte. Anfang Mai liess er sich München in einem Gasthof-Hinterzimmer mit einem deutschen NPD-Exponenten und einem österreichischen Rechtsextremisten ablichten, mit Bierkrug und Brezeln. Das NPD-Parteiblatt "Deutsche Stimme" bejubelt diesen Stammtisch als "erstes gesamtdeutsches Treffen". Zur Aufgabe habe man sich nichts Geringeres gesetzt als die "drängendsten Probleme mitteleuropäischer Grossstädte zu diskutieren". Die "Art einer kommunalpolitischen Vereinigung", so die "Deutsche Stimme", soll abwechselnd in "süddeutschen Grossstädten" stattfinden. Zu Süddeutschland zählt das NPD-Blatt Städte wie Basel, Graz und Wien, Bozen in Italien und Straßburg in Frankreich.