Die "NZZ am Sonntag" berichtet, dass der Basler PNOS-Präsident Philippe Eglin am kommenden 1. Mai in Schweinfurt an einer Demonstration als Redner auftreten soll, neben bekannten deutschen und österreichischen Rechtsextremisten wie Gottfried Küssel, Jürgen Schwab, Denis Giemsch und dem NPD-Vertreter Daniel Knebel. Gegenüber der NZZ am Sonntag erklärt Eglin, dass die NPD "eine Heimatpartei wie die PNOS" sei und sich "von Neonazis" distanziere. Ein Blick auf die Liste der "Unterstützenden Gruppen" widerlegt Eglins Behauptung. Da finden sich neben Sektionen der NPD und ihrer Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten JN eine grosse Zahl von Gruppen der "Freien Kräfte", vom "Aktionsbüro Rhein-Neckar" und dem "Freien Widerstand Süddeutschland" über die "Nationalen Sozialisten Vogtland" bis hin zu den "Volksfront-Medien". Das Konzept der "Freien Kräfte wurde von Neonazis Mitte der 1990er-Jahre entwickelt, als Reaktion auf zahlreiche Vereinsverbote. Schon wenige Jahre später strebte die NPD eine Zusammenarbeit mit den "Freien Kräfte" an. Dies mündete 2004 in ein als "Volksfront von rechts" bezeichnetes informelles Bündnis. Unklar ist noch, ob Eglin seine Rede überhaupt wird halten können. Die rechtsextreme Kundgebung in Schweinfurt ist zur Zeit noch verboten, auch wirbt ein "Bündnis für Demokratie und Toleranz" für eine Kundgebung "1. Mai Nazifrei!". Das Bündnis will die "Nazis" am Tag der Arbeit stoppen.