Auch dieses Jahr begehen Schweizer Rechtsextremisten den Nationalfeiertag mit verschiedenen Feiern. An einen unbekannten Ort lädt die Nationale Partei der Schweiz (NPS). Bereits am Vorabend treffen sich auf Einladung der Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) Rechtsextremisten in Allschwil auf dem "Paradieshof", einem Demeter-Bauernhof. Gemäss einem Bericht der Zeitung "Blick" singen die Teilnehmer das "Deutschland"-Lied. Ein Redner habe den Kahlgeschorenen zugerufen: "Rassen dürfen sich nicht vermischen." In einer Stellungsnahme bestreitet die PNOS diese Darstellung, bestätigt jedoch, dass Bernhard Schaub eine Rede gehalten habe. Tage später berichtet ein Teilnehmer (Pseudonym "Freikorps"), dass Frank Rennicke ein Konzert gegeben habe.
An der traditionellen Feier auf dem Rütli nehmen rund 300 Rechtsextremisten teil. Nach der Feier marschiert eine grössere Gruppe in geschlossener Formation und mit wehenden Fahnen durch Brunnen.
Gegen acht Uhr randalieren rund zwei Dutzend jugendliche Rechtsextremisten in einem Hotel in Morschach und ziehen dann gröhlend und flaschenwerfend durch das Dorf. Gemäss einem Bericht im "Bote der Urschweiz" skandieren sie unter anderem "Sieg heil" und "Ausländer raus". Sie seien losgezogen von einem Aussichtspunkt, wo seit kurzem "Tod den Juden" hingekritzelt sei. Die Polizei kontrolliert rund zehn Randalierer. Gemäss Recherchen des "Regionaljournals Innerschweiz" stammen die jugendlichen Rechtsextremisten aus dem Schwyzer Talkessel.