Bei den Wahlen überspringen die Schweizer Demokraten die Fünf-Prozent-Hürde nicht. Sie verlieren damit ihre fünf Grossrats-Mandate. Sie waren mit dem Rechtsextremisten Eric Weber und seiner Volksaktion gegen Überfremdung ein Wahlbündnis eingegangen. Insgesamt verlieren die Rechtsaussen-Parteien (SVP und SD) vier Sitze, die Linke hingegen kann elf Sitze dazugewinnen.
Bei den Regierungsratswahlen erzielt die SVP-Kandidatin Angelika Zanolari, die bis anhin durch grobschlächtige und auch muslimfeindliche Voten aufgefallen ist, ein kümmerliches Resultat. Bei einem absoluten Mehr von 24'658 erreicht Zanolari gerade einmal 8'638 Stimmen. Die NZZ kommentiert: «Das unerwartet schlechte Abschneiden ist offensichtich die Quittung für die polemische Art ihres Politisierens, ein Stil, mit dem sie sich bei vielen (auch SVP-freundlichen) Stimmbürgern als mögliches Mitglied der Exekutive disqualifiziert hat.»