Eric Webers grosses Vergnügen sind selbstausgelöste Fotos mit berühmten oder berüchtigten Rechtspolitikern. Dies schon seit Jahrzehnten. Schon als Jüngling sass der inzwischen 51-jährige mit den französischen Front-National Gründer Jean-Marie Le Pen für einen kurzen Fotomoment auf einem Sofa. Vor kurzem konnte er bildlich belegen, dass er auch schon neben Frauke Petry, Chefin der Alternative für Deutschland AfD stand. Nun hat es Eric Weber, Basler Grossrat der "Volksaktion gegen zuviele Ausländer und Asylanten", auch noch geschafft, in der Stadt Basel eine Pegida-Demo anzumelden. Dies nachdem alle anderen Schweizer Städte den Pegida-Schweiz-Islamophoben eine Demo-Bewilligung verweigert hatten.
Weber will mit grosser Kelle anrichten. Er soll bereits, wie die "Sonntagszeitung" unkritisch verbreitet, seine "engen Beziehungen" zu rechtsextremen Politikern genutzt haben. Von inhaltlicher Zusammenarbeit ist allerdings nichts bekannt. Als Redner zugesagt habe, so die Zeitung, bereits der Münchner Karl Richter, einziger Stadtparlamentarier der Bürgerinitiative Ausländerstopp. Wie Weber gilt Richter als wenig seriöser Volksvertreter, auch wenn der EU-Gegner heute im Büro des Europaparlamentariers Udo Voigt (NPD) ein Plätzchen gefunden hat. Weiter soll Weber auch Jean-Marie Le Pen per Mail um einen Auftritt angefragt haben. Gemäss "Sonntagszeitung" habe Le Pen das Schreiben "dankend erhalten". Über die Teilnahme in Basel will der 87-jährige "spontan" entscheiden. Eine Zusage ist das nicht. Keine Antwort bekannt ist von den angefragten Frauke Petry und dem polternden Europa-Abgeordnete der Lega Nord, Mario Borghezio.
P.S. Die Behörden ziehen in der Folge die Demobewilligung zurück. Die übrigen Pegida-Exponenten distanzieren sich von Eric Weber.