Der Musiker David Klein behauptet in seinem Facebook-Auftritt "Muslime, die Nazis von heute!". Er kommentiert damit einen Videoclip, der palästienische Kinder und Jugendliche zeigt, die zwei orthodoxe Juden belästigen und bedrängen und mit Schnee bewerfen. Klein schreibt: "Was während dem Dritten Reich auf deutschen Strassen die Regel war, heute in Jerusalem! Aber die "Weltgemeinschaft" soll diesem Abschaum nur immer weiter Geld in den Hintern blasen und dieses verkommene Pack allerorts recht fleissig 'integrieren', damit sie weltweit ihren Judenhass praktizieren können." Knapp drei Wochen später greifen Medien diesen Eintrag auf, nachdem Klein gegen den Komiker Massismo Rocchi eine Strafanzeige wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm eingereicht hatte, weil dieser in einem Fernsehgespräch behauptet hatte, "der Jude" wolle immer etwas verdienen und mache Humour um zeigen, dass er Jude sei und "nahe bei Gott". Seinen Facebook-Eintrag hält Klein für "nicht hezterisch". Es gebe im Koran Passagen, die zum Mord an Juden aufrufen würden. Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Strafuntersuchung wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm.
Klein löscht umgehend sein Facebook-Konto. Später entschuldigt er sich für sein Äusserungen, diese seien «diskriminierend, beleidigend, entwertend und pauschalisierend», schreibt Klein. "Ich verstehe, dass meine Wortwahl verletzend war und bitte um Verzeihung."
Über Kleins "seitenlange rassistische Tiraden" schreibt die "TagesWoche" später: "Wenn Klein nicht über befreundete Saxofonspieler herzieht, lässt er sich am liebsten über Muslime und Araber im Allgemeinen aus." Der Nazi-Muslim-Vergleicht sei "nurr ein Bruchteil seines offenen Hasses gegen alles Arabische (und das meiste Deutsche)."