Die Basellandschaftliche Zeitung berichtet: "An einem Vormittag bestieg die Münchensteinerin K. F. (Name der Redaktion bekannt) den Schnellzug von Zürich Hauptbahnhof nach Basel SBB. Kurz nach der Abfahrt betraten zwei Grenzwächter in Zivil den Waggon. Die Beamten kündigten an, dass es nun Personenkontrollen gebe – ihre Ausweise zeigen mussten aber nur vier Passagiere. Sie alle hatten etwas gemeinsam: einen dunkleren Teint als die übrigen Mitreisenden. Unter den Kontrollierten waren K. F., zwei weitere Frauen, die zusammen reisten, und ein Mann. «Es machte mich schon stutzig», erzählt die 27-Jährige der bz, "dass sie genau uns herauspickten. Der Waggon war praktisch voll besetzt.»". Der Grenzwache-Mediensprecher bestätigt die Kontrolle, bestreitet den Vorwurf des Racial Profiling. Der Jurist Tarek Naguib erklärt: Es handle sich um "eine typische Antwort eines polizeilichen Mediensprechers, in der die Ernsthaftigkeit des Problems verkannt wird". Es werde der Sache nicht auf den Grund gegangen, sondern alles darangesetzt, den Rassismusvorwurf unter den Teppich zu kehren. Dies sei ein "klassisches Distanzierungsmuster".