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Basel8. November 2009

Die SonntagsZeitung meldet: Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Philippe Eglin, Sektionspräsident der Partei National Orientierter Schweizer PNOS wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm.
Hintergrund: Die Anklage richtet sich gegen Aussagen, welche die Sektion Mitte Juni 2009 auf ihrer Homepage veröffentlichte und worin der Verfasser behauptet, dass das Tagebuch der Anne Frank auf einem "Lügengebilde" basiere und ein "Machwerk" sei. Auch soll es sich zur "Holocaust-Indoktrinierung jungen, unbedarfter Kinder" eignen. Unklar ist, ob Eglin den Text selber verfasst hat, als Sektionspräsident ist er jedoch für dessen Veröffentlichung verantwortlich. Die Anklageschrift wirft Eglin vor, sowohl den Holocaust zu leugnen wie auch eine Ideologie zu verbreiten, "die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Juden gerichtet" sei. Eglin ist Anfang 2009 zum Basler Sektionspräsidenten ernannt worden und in den vergangenen Monaten mehrmals als Redner an rechtsextremistischen Veranstaltungen aufgetreten, letztmals Anfang Oktober in Friedrichshafen am Bodensee.