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Bad Oeynhausen/Deutschland30. Juni 2009

"Meinungsfreiheit auch für Deutsche!" steht auf dem Transparent, und dahinter stellen sich mehrere Rechtsextremisten, darunter auch der Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Schaub. Rund drei Dutzend Gesinnungskameraden begleiten die 80jährige Ursula Haverbeck zum Amtsgericht. Die Holocaust-Leugnerin und frühere Vorsitzende des im März 2008 verbotenen Vereins Collegium Humanum hatte Ende Januar 2008 die Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, aufgefordert, sich nicht "in innerdeutsche Angelegenheiten" einzumischen. Und weiter hatte Haverbeck vor "einen neuen Progrom" gewarnt, sowie Knobloch geraten, wenn es ihr in Deutschland nicht gefallen, in ihr "Ursprungsland nach Innerasien" zu gehen. Die Amtsrichterin verurteilt Haverbeck wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 2700 Euro. Die Rechtsextremistin habe Knobloch das Recht abgesprochen, sich zu gesellschaftlichen Themen zu äussern, dies sei eine Beleidigung und ein Angriff auf die Ehre Knoblochs. Die Verurteilte lässt vorerst offen, ob sie gegen das Urteil appellieren will.