Das Bezirksgericht verurteilt Sacha Kunz, einst Präsident der Partei National Orientierter Schweizer PNOS, angeschuldigt unter anderem der Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm, zu drei Monaten Gefängnis unbedingt, die er in 360 Stunden gemeinnütziger Arbeit ableisten kann. Das Gericht widerruft jedoch die bedingten Vorstrafen nicht. Es sei die "letzte Chance. Wenn das Geringste passiert, hocken Sie alle bisherigen Strafen ab", zitiert die Aagauer Zeitung die Gerichtspräsidentin. Kunz habe in der Verhandlung erklärt, dass er seit 2003 nichts mehr mit der rechtsextremen Szene zu tun habe. Dies widerspricht allerdings den bekannten Tatsachen, so trat Kunz noch im Sommer 2005 als Teil des Duos "Eidgenossen" an einem Kameradschaftsabend auf. Die Aargauer Zeitung weiter: "Ein Mitarbeiter der Aktion Kinder des Holocaust, der den Angeklagten beim Ausstieg aus der Szene betreut, sagte jedoch, der Mann sei reifer geworden, habe sich von früheren Freunden abgewendet, kümmere sich gut um seine fünfköpfige Familie und habe Leben und Finanzen insgesamt besser im Griff. Eine Gefängnisstrafe, argumentierte der Therapeut (und später auch der Verteidiger), würde den positiven Prozess gefährden."